Tag 5 - Partnertausch am Hardknott Pass
Britische Seen, 30% Steigung und die Grenze der Römer
Herzlich willkommen zur Zusammenfassung von Tag 5 der "Knights-of-the-Island-Rallye 2023". Auch heute gab es für unsere Ritter wieder ein sehr buntes Programm, wobei mit über 400 Kilometern eine durchaus anspruchsvolle Etappe auf dem Programm stand. Von Liverpool aus ging es in Richtung Norden, grob der Küstenlinie folgend, durch den Nationalpark "Lake District". Anschließend wurde die Grenze nach Schottland überschritten und es ging auf direktem Wege nach Glasgow.
Auch an diesem Tag war wieder frühes Aufstehen ohne ein richtiges Frühstück angesagt. Liverpool zeigte sich am Morgen relativ verschlafen und auch das Wetter einen Regenbogen der grauen Farben. Aber die Stimmung im Fahrzeug ist natürlich trotzdem super!
Gerade zu Beginn und zum Ende des heutigen Tages hieß es dann "Strecke machen". Es dauerte gar nicht lange und mit dem Verlassen der größeren Stadt Liverpool wurde es wieder ländlicher, die Straßen schmaler und es kehrte ein Stück weit die nun schon "gewohnte Landschaft" auf die Kameras der beiden Abenteurer zurück.
Erstes Ziel des heutigen Tages war der Nationalpark "Lake District", wo die Aufgabe bestanden hätte den See "Coniston Water" mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit zu umfahren. Dies wurde allerdings aufgrund der Straßenverhältnisse lieber unterlassen und die Vorsicht groß geschrieben. Stattdessen entstanden ein paar schöne Fotos für den gemütlichen Tageseinstieg.
Der See selber befindet sich selber auf dem Niveau des Schweiner "Ziegelsees". Allerdings hat er aufgrund seiner Form (Länge 8km und Breite 800m) schon eine sehr interessante Form. Parallel zu diesem See gibt es in dem Nationalpark noch den größeren Bruder (Windermere), welcher dann schon eine Länge von deutlich über 10km aufweisen kann.
Weiter ging es dann mit dem nächsten Abenteuer in den Bergen. Die heutige Tagesaufgabe war ein sogenannter "Partnertausch". Die Beifahrer wurden bunt gemischt für den nun beeindruckendsten Teil des Tages. Es galt einen interessanten Pass zu durchfahren.
Der "Hardknott Pass" wurde im 2. Jahrhundert von den Römern gebaut, um ihren Hafen und das Fort in Ravenglass mit ihrem Fort bei Ambleside zu verbinden. Nach diversen Panzertrainings im zweiten Weltkrieg und der damit einhergehenden Zerstörung wurde die Passstraße dann teilweise wiederhergestellt. Die Straße ist mit einer Steigung von bis zu 30 Prozent eine der steilsten in England und im Winter oft wegen Eis und Schnee geschlossen.
Übrigens: Nicht nur der reine Tausch des Beifahrers war die Aufgabe, sondern sich dann auch in dem neuen Duo auch noch gegenseitig den "besten Witz" zu erzählen. Wer lacht, verliert - und Jens hat verloren :-D
Start dieser Aktion war an der " Cockley Beck Farm", wo der offizielle Beginn der heutigen Passstraße ist. Zeil war dann die Herberge " King George IV", wo es dann ein Stück Pie (Kuchen) als Ausgleich zum nur kleinen Frühstück gab. Was durfte zwischendrin erlebt werden? Nun - der Pass selber hat eine Steigung von bis zu 30% und ist somit an diversen Stellen ausschließlich und über eine lange Zeit nur im 1. Gang zu befahren. Die Fahrer werden zu Beginn der Passage darauf hingewiesen und natürlich sich darf längst nicht jedes Fahrzeug dieser Aufgabe stellen.
Auch heute gab es wieder relativ plötzlich Flugzeuge zu sehen. Dieses Mal offenbar größere Transportflugzeuge.
Angekommen am Ziel, gab es dann die beschriebene Pause und es ging dann in der gewohnten Konstellation weiter. Offenbar hatte das "neue Setup" doch nicht ganz so überzeugen können :-) Allerdings wurden auch hier wieder neue Bekanntschaften geschlossen und man blieb den Rest des Tages mit den Team zusammen.
Nächstes Ziel der heutigen Etappe war der "Hadrians Wall" nahe der Ortschaft Brampton. Der Wall ist ein Zeugnis der Überreste der Herrschaft des römischen Kaisers "Hadrian" und bildet eine nördliche Grenze des römischen Reiches und befindet sich heute sehr nahe an der Grenze zwischen Schottland und England.Der Wall erstreckte sich auf einer Länge von rund 117,5 Kilometern von Ost nach West. Nach heute vorherrschender Sicht diente er nicht der Abwehr von Invasionen, sondern sollte in erster Linie den Handels- und Personenverkehr überwachen und an den dafür vorgesehenen Grenzübergängen kanalisieren, um dort u. a. die Erhebung von Zöllen zu ermöglichen. Außerdem sollte er kleinere Überfälle sowie die unkontrollierte Migration schottischer und irischer Stämme in das Gebiet der Briten im Süden verhindern.
Es gab also etwas Bildung im Rahmen einer kleinen Besichtigung für unsere beiden Abenteurer.
Anschließend ging es nach dem Erreichen Schottlands auf unmittelbarem Wege in Richtung Glasgow. Auf dem Weg dorthin wurden dann noch diverse Unterkünfte angefragt und eine Unterkunft zeigte sich via Airbnb wohl als buchbar, allerdings lies die Bestätigung noch etwas auf sich warten.
In Summe also auch wieder ein sehr abwechslungsreicher Tag, auch wenn die Landschaft in Summe nicht ganz so überzeugen konnte wie in den letzten Tagen. Vermutlich kann da Schottland in den nächsten Tagen noch einmal einen großen Kontrast liefern.
In diesem Sinne freuen wir uns auf Tag 6 in Schottland!
Vielen Dank für das ungebrochen hohen Interesse an diesem Blog.
Ihr und euer,
Carsten Hagemann










