Tag 6 - Eine Seefahrt die ist lustig
Die Donauwellen schmeicheln dem Volvo, Dracula sagt "Auf Wiedersehen",
Mehr als 400 Tageskilometer, das war das gesteckte Ziel für den heutigen Tag. Dazu die Überquerung der Donau - ein aufregender Tag für das Team "Muttis Alter". Schauen wir daher einmal auf die heutige Routenübersicht:
Es war die letzte Nacht bei "Dracula" und das letzte Mal Camping in Rumänien. Zeitig am Morgen machten sich die beiden mit dem Volvo auf den Weg und begaben sich Stück für Stück aus der Region "Transilvanien" weiter in südliche Richtung in die "Walachei" an den Südzipfel Rumäniens.
Fast schon ungewohnt war nun die sich ändernde Landschaft. So fehlten die zur Gewohnheit gewordenen Schlösser und Burgen zunehmend am Horizont. Stattdessen wurde die bis dato noch relativ gut vorhandene Infrastruktur mehr und mehr durch Wildnis ersetzt. War bei "Brasov" in Rumänien diese noch relativ gut (Ski- und Touristengebiet), so verwandelte sich das Straßenbild nun deutlich. Speziell in der Walachei zeigte sich eine noch stärkere Armut und die Ortschaften wirkten mehr und mehr wie "Truckerdörfer", wo lediglich LKWs vor den Häusern parkten und ansonsten wenig zu sehen war.
Immer abenteuerlicher wurde auch die Straßenqualität im Verlaufe des Tages. Das führte sogar dazu, dass der Volvo auf einer Nebenstraße an einer Stelle leicht abgehoben ist. Mittlerweile ist ein Ausweichen auf Fernstraßen notwendig geworden. Dies sind momentan die einzig geteerten Straßen - Nebenstraßen oder Nebenstreckend äußern sich quasi nur noch als Feldwege.
Das führt dann auch in Summe dazu, dass Fehler in der Navigation immer sehr schnell "bestraft" werden. Im Gegensatz zur Situation in Skandinavien ist der Fahrer hier mit der Steuerung des Fahrzeuges voll ausgelastet, der Beifahrer muss navigieren und somit ist es teils auch kaum möglich noch vernünftig Bilder zu machen. Die Menschen allerdings sind nach wie vor sehr freundlich und besonders interessiert. Sie freuen sich über Aufmerksamkeit und überhaupt über die Tatsache, dass die Rallye ihren Weg durch die Region findet.
Und dann stand sie an - die Überquerung der Donau. Damit verbunden auch die Einreise nach Bulgarien, welche etwas Zeit in Anspruch nahm. Dafür durfte der Volvo dann einmal kurz "schwimmen" und erreichte problemlos die andere Seite des Flusses. Zeitintensiv war auch die ein oder andere Baustelle seit der Ankunft in Bulgarien.
Aber wahrscheinlich gilt wie so oft: neues Land, neues Glück!
In diesem Sinne sind wir gespannt was der nächste Tag so bringt und freuen uns auf die Eindrücke von morgen.
Viele Grüße,
Carsten










